NetKids

NetKids und Beate Krafft-Schöning - Vorwort eines "Mitstreiters"...

...es war an einem lauen Herbstabend im September 2000. Ich betrat einen Chatraum bei dem Internetprovider AOL und klickte einige Profile an. Ein Profil fiel mir damals besonders ins Auge - als Beruf gab die entsprechende Person „Journalistin“ an. Diese Journalistin hatte einen Buchstaben verkehrt gesetzt und statt eines „/“ eine „7“ stehen gelassen. Ich dachte mir : Was muss das für eine Journalistin sein... ? Mit so einem Tippfehler J. In meiner gewohnt netten Art schrieb ich sie per Telegramm (messenger-zwiegesprächsfunktion) an und fragte ganz höflich: "Hast du einen guten Lektor ?" (im Internet duzt man sich) Sie fragte zurück : "Warum ?" "Wenn man so einen Fehler macht, braucht man einen guten Lektor", lachte ich mir eins und schrieb ihr das auch so. Es dauerte eine Weile... Dann kam eine von Herzen deftige Antwort :-). Das gefiel mir und ich beschloss mit dieser „Dame“ mal zu sprechen. So unterhielten wir uns eine Weile und irgendwann sagte ich zu ihr : "Wenn du wirklich Journalistin bist, dann solltest du dich mal darum kümmern, was hier im Netz los ist. „Komm’ gerne mal vorbei und ich zeige dir, was hier so abgeht". Eigentlich glaubte ich nicht daran, dass sie kommen würde. Doch ein paar Wochen später stand sie –sozusagen- vor meiner Tür. Ich zeigte ihr, wie kinderpornografisches Material im Internet hin und her geschickt wird, wie schnell man, auch ohne nur ein Bild zu tauschen, tausende Bilder zugesandt bekommt und vieles mehr... Sie war total entsetzt und konnte es anfangs nicht glauben. Dann erzählte ich von den Chats, in denen (schon damals) Kinder sexuell angesprochen wurden. Wir probierten es gemeinsam aus, loggten uns als 13-jähriges Mädchen ein und … der Rest ist ja heute bekannt... So begann vor zehn Jahren die Geschichte von NetKids. Ich bin stolz darauf, „Gründungsmitglied“ von NetKids zu sein. Beate Krafft-Schöning ist eine wundervolle, herzerfrischende Frau und eine liebevolle Mutter. Ich freue mich, sie als gute Freundin zu haben und zu kennen – seit damals. Ich unterstütze die Arbeit von Beate Krafft-Schöning bis heute, hinter den Kulissen und so weit ich Zeit dazu habe. Ich sage das heute mal einfach so, sicher auch im Sinne der anderen zwei Mitstreiter: DANKE für das, was du aus dem Thema für die Kinder gemacht hast ! DANKE dafür, dass du uns andere die ganzen Jahre aus der Öffentlichkeit herausgehalten hast, auch wenn du oft alleine da draußen warst. Ich möchte nicht mit dir tauschen. DANKE für deinen Mut, Dinge zu sagen, die keiner hören will – und trotzdem weiter zu machen ! Dein „hexer“ im september 2010

NetKids wird nach dem Beginn der Recherche im Internet (1999/2000) von der Journalistin Beate Krafft-Schöning gegründet. Sie hat einen Hinweis auf Kinderpornografie und sexuelles Belästigung von Kindern in den Chaträumen des Internets bekommen. Im Dezember 1999 veröffentlicht sie ihren ersten Artikel zum Thema „Kinder im Internet – Gefahren, die keiner kennt“. Anfang 2000 gibt Beate Krafft-Schöning den „Chat-Guide“ heraus – den bundesweit überhaupt ersten Leitfaden für Kinder zum sicheren Chatten im Internet. Im gleichen Jahr gründet sich die Initiative „NetKids“, ein lockerer Verbund von Menschen, die die Arbeit der Journalistin unterstützen. Kurz darauf entsteht die Homepage www.kindersindtabu.de. Krafft-Schöning hat seit Beginn ihrer Recherchen zum Thema in unterschiedlicher Weise veröffentlicht. Sie beginnt im Jahr 2000 unterschiedliche Präventions-/Aufklärungs-/Schulungskonzepte für Kinder und Erwachsene zu erarbeiten und führt diese seit 2001 bundesweit in Schulen, für Fachgruppen oder auch die Polizei (NRW/Niedersachsen) durch.

Im Jahr 2003 produziert Krafft-Schöning den ersten Jugendfilm – „NetFriends“ - für die Präventionsarbeit mit Kindern ab Klasse 5. in Schulen. Am 04.12.2003 führt das Bundesland Bremen (der Innensenator/Röwekamp) auf Initiative von Krafft-Schöning das bundesweit erste Hearing zum Thema durch. Im Juni 2004 veröffentlicht die Journalistin ihren Film „Net(t)Chat“ – ein Aufklärungsfilm für Erwachsene für die Vorbereitung auf die Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im März 2005 gibt Krafft-Schöning die Broschüre „Kinder im Internet – Gefahren, die keiner kennt / TATORT CHATRAUM (24 Seiten) heraus. Im Juni 2007 erscheint das Buch „Ein Mausklick bis zum Grauen“ – Jugend und Medien“ erschienen. Das mit dem Münchner Polizeikommissar Rainer Richard gemeinsam geschriebene Buch beschäftigt sich umfassend mit den negativen Seiten der neuen Medien und setzt sich kritisch mit der Medienkompetenz Erziehender auseinander.

Bis heute recherchiert Krafft-Schöning im Internet und gilt bundesweit als Expertin für den Bereich sexuelle Gewalt gegen Kinder im Internet. Sie verfügt durch ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und letztlich auch Erfahrungen mit Tätern über weitreichendes Wissen zum Themenkomplex. Ihr Umgang mit der Thematik ist konfrontativ, manchmal herausfordernd. So ist sie bis heute die Einzige, die während ihrer Vorträge live ins Internet geht, um die sexuelle Gewalt, die einem Kind im Internet passieren kann, direkt zu zeigen. Ebenso ist sie bis heute die einzige, die mittlerweile über 80 Täter, zunächst als Kind getarnt, getroffen hat, um den Beweis ihrer Behauptungen zu den Gefahren, denen Kinder im Internet ausgesetzt sind, zu erbringen.

Veröffentlichungen / Pressespiegel seit 2000

(weitere Infos im Internet auch unter "Beate Schöning", Beate Krafft-Schöning", "Rainer Richard" und "Nur ein Mausklick bis zum Grauen")

 

2000     "Kinder im Internet – Gefahren, die keiner kennt"    

            (bs/Osterholzer/Bremervörder Anzeiger)

            Gründung der Initiative NetKids

2001     "Mit dem Stecker in der Dose mit der ganzen Welt verbunden"

             (bs/Osterholzer/Bremervörder Anzeiger)

2001      Präsentation des „Chat-Guides“

2001      Erstmalige Veranstaltung zum Thema "Kinder im Internet

            Gefahren, die keiner kennt" (Konzept/Durchführung - bs)

2001      Beitrag bei Radio Bremen über die Arbeit von B. Schöning

2001      "Kinder im Internet - Gefahren, die keiner kennt“

            Dokumentarfilm, erstmalige Vorstellung in Bremen (bs)

2001      Präsentation der NetKids-Homepage kindersindtabu.de

2002      "Stern" berichtet über die Arbeit von NetKids/Schöning (Print)

2002      Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über NetKids/Schöning

2003      "Tatort Kind", Bayerischer Rundfunk

2003     "Focus" berichtet über NetKids/Schöning (Print)

2003      TAZ – Nord berichtet

2003      "NetFriends" ist fertig gestellt und läuft erfolgreich

             in den ersten Schulen

2003      "Tina" berichtet über die Arbeit von B. Schöning

2003      "Focus" berichtet (Print)

2003      RTL berichtet mit B. Schöning über die Chatgefahren

             (Punkt 12, Guten Abend RTL, RTL Aktuell)

2003      Die Jugenddokumentation NetFriends für die Arbeit in Schulen

             wird offiziell in Köln präsentiert

2003      SWR 1 und 3 berichten über Veranstaltungen

             v. B. Schöning in BW (Aalen, Konstanz, Tuttlingen…)

2003      RTL berichtet mit B. Schöning über eine Täterkonfrontation

             (Punkt 12, Guten Abend RTL, RTL Aktuell, Extra)

             1. bundesweit veröffentlichte Täterkonfrontation

2004      SWR 1 (Leute) – Radio

2004      Spiegel TV berichtet über die Arbeit von B. Schöning

             (Täterkonfrontationen)

2004      Schöning veröffentlicht ihren Aufklärungsfilm f. Erwachsene

             "Net(t)Chat"

2004      SAT 1 Frühstücksfernsehen berichtet

2004      Schöning besucht Radio Bremen Vier (Radio Zebra)

2004      WestPol (WDR) berichtet mit Schöning zum Themenkomplex

2004      NDR ZAPP berichtet über die Arbeit von Schöning und zum Thema

             (Täterkonfrontation)

2004      RTL Explosiv berichtet  über B. Schöning (Täterkonfrontation)

2004      Spiegel TV berichtet über B. Schöning (Täterkonfrontation)

2004      RTL/Explosiv und Extra berichten über B. Schöning

             (Täterkonfrontation), ZDF „Schau hin“ – Aktion mit  B. Schöning

2005      Veröffentlichung der Broschüre „Kinder im Internet – Gefahren,

             die keiner kennt“ – Tatort Chatraum

2005      Stern TV berichtet zum Thema – Studiogast Schöning

             (Täterkonfrontation)

2005      „Gong“ berichtet (Schöning)

2005       Stern TV berichtet zum Thema-

             Studiogast B. Schöning (Täterkonfronation)

2005       sa“ berichtet (Schöning)

2005       „Bild der Frau“ berichtet (Schöning)

2005       Stern TV berichtet zum Thema

             Studiogast B. Schöning (Täterkonfrontation)

2005       Hessische Rundfunk berichtet zum Thema

             (Schöning / Mädchenbus Nordhessen)

2006       RTL Explosiv

             WDR-TV

              Sat 1-Berichterstattungen (unterschiedliche Magazine)

              Der Spiegel

              Süddeutsche berichtet (Schöning)

2006       „Menschen bei Maischberger“ (Inkl. Täterkonfronantion)

2007       RTL – aktuelle Tagesberichterstattung

             ZDF „Hallo Deutschland“, „Heute Journal“

             SAT 1 Frühstücksfernsehen

2007      Akte 07, Sat1

             "Volle Kanne", ZDF

2007      MDR, Landesschau

2007      „Menschen und Schlagzeilen“, NDR

2007      Erscheinungstermin für das Buch „Ein Mausklick bis zum Grauen“

             Jugend und Medien –Richard/Krafft-Schöning, Vistas Verlag, Berlin

2007      „Freundin“, „Die Frau von heute“, Kölner Stadtanzeiger

            (Sonderbeilage) berichten über die Arbeit von Krafft-Schöning

2007      NordwestRadio - Reportage

2007      „Emma“ berichtet über die Arbeit von B. Krafft-Schöning

2007      Kika, Weihnachtsaktion

2008      WDR 5, Redezeit (18.01.08)

2008      WDR, „Frau TV“ (06.02.08)

2008      Reportage v. und mit B. Krafft-Schöning (Täterkonfrontation)

             Welt der Wunder, NTV/RTLII

2008      SAM, Pro 7 (B. Schöning)

2008      Stern TV (B. Schöning)

2009      SWR-Fernsehen „Zur Sache BW“

2009      SWR-Fernsehen „Zur Sache BW“

2009      RTL, Explosiv                               

2010      Stern TV, Studiogast

             Brisant, ARD

             Kinderkanal (KiKa)